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Peter Mayer, Akad.Dir.

  • Organisation: Department Fachdidaktiken
  • Abteilung: Lehrstuhl für Kunstpädagogik
  • Telefonnummer: +49 911 5302-538
  • Faxnummer: +49 911 5302-889
  • E-Mail: peter.mayer@fau.de
  • Webseite:
  • Adresse:
    Regensburger Str. 160
    90478 Nürnberg
    Raum 00.314 (St. Paul)
  • Sprechzeiten:
    Jede Woche Di, 14:00 - 16:00, Raum 00.314 (St. Paul), Sprechstundentermin im Vorlesungszeitraum

Dienstag, 14:00 – 16:00 Uhr

Raum 00.314 (St. Paul)

(*1954 in Kempten)
Seit 1992 im Hochschuldienst am Lehrstuhl für Kunsterziehung
1988 – 1991 Wiss. Assistent am Lehrstuhl für Kunsterziehung bei Prof. Dr. W. Schmidt; EWF der Universität Erlangen-Nürnberg
1986 – 1989 Lehraufrag bei der Werkbund-Werkstatt-Nürnberg für Freies, Experimentelles Zeichnen/ Gestalten
1983 – 1985 Referendariat und 2. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien
1978 – 1983 Studium Lehramt Kunsterziehung für Gymnasien an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, Klasse Günther Dollhopf
1975 – 1978 Studium Lehramt für Grund- und Hauptschulen an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg
1974 – 1975 Studium der Sozialpädagogik an der Staatlichen Fachhochschule Nürnberg
1970 – 1972 Lehre als Bauzeichner

SPURENSUCHE(N),

GROSSE GEFÜHLE / FORMEN DER ERINNERUNG,

ERINNERUNG – RISIKO – ABBILD,

HÖHLEN – HÄUSER – HOSEN,

HÜLLE – HAUT UND HAUS,

KLEID ÜBER LANDSCHAFT

FISCH-MICH!

Seit 1993 sind Arbeiten auf Papier, die Zeichnung, Collage und Malerei in sich vereinen. Orte, an denen gebaut, umgebaut, umgegraben, gewohnt und gearbeitet wird – an denen sozusagen sich Geschichte an der Gegenwart reibt, üben auf Peter Mayer Faszination aus. Im eigenen Haus, in aufgelassenen Fabrikhallen und auf Baustellen, fand sich koffer-stoßweise zu sichtendes Material, das für seine grafischen Arbeiten Fundstück- und Neubewertungscharakter hat. Material wird in Stößen gesichtet, Peter Mayer hält die Präsentation seiner Arbeiten in Blöcken für eine adäquate Form, die das stoßweise Abarbeiten der Informationen sichtbar macht. Mayer betreibt Reliktforschung anhand „fremder Einblicke in Bilder und Sprache“. Durch Drehen, Verdrehen, farbige Einfassung oder Übermalung eines nicht mehr nachvollziehenden Wirklichkeitsausschnittes entstehen neue Sinnbezüge. Peter Mayer fordert auf subtile Weise zum Nachspüren auf. Die Geschichte und Dichte alter Zeitungsausschnitte verbunden mit der Vermischung fremder handschriftlicher Aufschriebe und eigener Bearbeitung verlässt eine Realität, um in eine neue, artifizielle einzutauchen.

Sabine Krebber / Düsseldorf

Ausgangspunkt

Die Basis meiner kunstpädagogischen Arbeit bilden zwei Säulen: zum einen meine eigene künstlerische Arbeit, zum anderen Positionen und Tendenzen zeitgenössischer Kunst.

Die eigene künstlerische Arbeit ist geprägt von einer „Spurensuche“, die im Wesentlichen das Akkumulieren von Collageteilen und objekthaften Fundstücken als Zeitzeugnisse umfasst und die sich in der persönlichen entwickelten Strategie des Sammelns, Selektierens und Umstellens in neue Ordnungszusammenhänge ausprägt.

Begleitet ist diese Arbeit von Positionen zeitgenössischer Kunst, die sich im „Kleinen und Privaten, im Unscheinbaren und scheinbar Nebensächlichen, im zufällig Gefundenen und in verstaubten Zeugnissen nach den Spuren alltäglicher Biografien, aber auch des traumatischen Schicksals der anonymen kleinen Leute suchen…. Diese Lebensspuren wollen als eine gleichsam vorsprachliche Schrift entziffert werden, die weder wie ein geschriebener Text eindeutig Botschaften vermittelt, noch ursprünglich für einen lesenden Adressaten vorgesehen ist.“ ( Vitali, Schuster, von Wiese in Deep Storage, Arsenale der Erinnerung )

Vermittlung

Die Erschließung zeitgenössischer Positionen setzt die Fähigkeit des Individuums voraus, mit dem sich ständig erweiternden Horizont von Wissen und Informationen, von bildsprachlichen und digitalen Veränderungen umgehen zu können.

„Das hat mit Dasein, Konzentrationsfähigkeit, Intensität der Wahrnehmung, Präsenz des Bewusstseins und Lust auf gestalterische Transformation zu tun.“ (Gert Selle )

In meinen Übungen versuche ich durch die Anleitung zu experimentellen Vorgehensweisen eine Arbeitshaltung zu entwickeln, die ästhetische Arbeit (Gert Selle) möglich macht.

Diese umfasst:

  • ein Versuchsfeld spielerischer und erfinderischer Aktivitäten in der Anhäufung unerlebten Wissens
  • Erfahrung mit und ohne System: Wissen durch Ausprobieren
  • Materialsensibilisierung durch die Erfahrung auf dem Arbeitsweg
  • Selbsterkenntnis durch Selbstanstrengung
  • Beweglichkeit und Offenheit im Tun

Die Positionen von Gegenwartskünstlern sind dabei sowohl Ausgangspunkt als auch Begleiter. Die ästhetische Arbeit impliziert von der Methode her das ästhetische Projekt.

Ziel

„Jeder findet seine Form, wenn eine wirkliche eigene Erfahrungsgeschichte zu Wort, Tat oder Bild drängt.“ ( Gert Selle )

Weniger wichtig als die Vermittlung praktikabler „Unterrichtsrezepte“ sind in meinem kunstpädagogischen Ansatz die Identitätsfindung des „Provokateurs im Tun“, die Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit für die Vermittlung von „Kunst in der Zeit“. Die Offenheit für das Experiment als Suche und Ergebnis, für Materialfindung und -erkundung, die Fähigkeit zur freien Entscheidung im Umgang mit zeitgemäßem Material, die Erkenntnis der Vernetzung von Kunst mit anderen Lebensbereichen stellen gleichermaßen Ausgangspunkt und Ziel der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst dar.

2007 Gastkünstler in der Internationalen Akademie Marmaris/ Türkei
2003 1. Kunstpreis der Stadt Kempten
1993 Stipendium, Internationales Malersymposium Werfen/ Salzburg
1992 Preisträger beim 1. Deutschen Kunstpreis der Volks- und  Raiffeisenbanken, Schirn Kunsthalle Frankfurt
1990 Stipendium, 6. Internationales Pleinair, Rudolstadt-Gera, DDR
1987 Förderstipendium der Stadt Nürnberg mit der Werkbund-Werkstatt-Nürnberg
1981 Preis der Akademie der bildenden Künste Nürnberg
1980 Förderpreis der Dr.-Rudolf-Zorn-Stiftung

2006 Galerie Pfaff, Schwarzenbruck, „Fischwelten“
2006 Galerie in der Foerstermühle, Fürth, „ Fisch mich!“
2003 Galerie Pfaff & Partner, Schwarzenbruck, „Erinnerung-Risiko-Abbild“
2002 Kunstkreis Norden e.V., „An der Öffnung zum Wind  stehen“
2001 Galerie im Kornhaus der Stadt Kirchheim u. T. „Große Gefühle – Formen der Erinnerung“, Zeichnung, Malerei, Fotografie
1997 Galerie Hans Mayer, Düsseldorf
1992 Kunsthaus Nürnberg, Zeichnungen auf Papier 1988-92
1991 Institut für moderne Kunst, Nürnberg
„Baustelle Bild“, Zeichnungen auf Papier 1988-91, (K)
1990 Galerie Beatrix Wilhelm, Stuttgart, „Skizzen zu einer Baustelle“
1989 Hochschulgalerie Erziehungswissenschaftliche Fakultät Nürnberg Zeichnungen 1980 – 1990
1987 Historischer Reitstadel Neumarkt, „Zeichnungen auf Transparentpapier“
Aktion Transparentraum – Klanginstallation

2007 „Biblische Stoffe“,  Galerie LandskronSchneidzig, Nürnberg 2006
Kunsthalle Kempten, „Artist Sitart“
2005 Galerie Landskron Schneidzig, Nürnberg, „Impulse I + II“
2003 Stadtkunsthalle Regensburg,“Hülle + Haut“
2002 11. Schwäbischer Kunstpreis Augsburg
2000 Nürbanum Nürnberg, „Erdlandschaften“, Malerei, Rauminstallation
1996 Bayreuther Kunstausstellung, Neues Schloß der Eremitage, Sonderausstellung im Sonnentempel, Rauminstallation
1996 Kuenburggewölbe Werfen/ Salzburg, „10 Jahre Malersymposium Werfen“
1994 Kunsthaus Nürnberg, „Stadtbilder – Architektur ein Anlaß“
1994 Meistersingerhalle Nürnberg, „Fahnen zu Jazz Ost West“
1994 6. Art Frankfurt, Galerie Beatrix Wilhelm, Stuttgart
1994 Galerie Beatrix Wilhelm, Stuttgart, „Feste Wände und zwei Neue“
1993 Internationales Malersymposium Werfen/ Salzburg, Ausstellung auf Burg Werfen und in der Landesgalerie im Traklhaus Salzburg
1993 5. Art Frankfurt, Galerie Beatrix Wilhelm, Stuttgart
1992 Schirn Kunsthalle Frankfurt, „1. Deutscher Kunstpreis der Volks.- und Raiffeisenbanken“
1992 4. Art Frankfurt, Galerie Beatrix Wilhelm, Stuttgart
1992 Kunstgalerie Gera, Orangerie und Otto-Dix-Haus, „Hommage a Otto Dix“
1991 3. Art Frankfurt, Galerie Beatrix Wilhelm, Stuttgart
1990 The 5 th International Contemporary Art Fair, Los Angeles, USA, Convention Center, Galerie Beatrix Wilhelm, Stuttgart
1990 6. Internationales Pleinair, Rudolstadt-Gera, DDR
Arbeiten zum Thema „Hommage a Otto Dix“
1989 BBK-Galerie, München, „Auswahlausstellung- Bayerischer Staatsförderpreis“
1988 Kunsthalle Nürnberg, Krakau, Gera, Skopie, „Fränkische Kunst 89″
1988 Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schloß Gottorf, „Auswahlausstellung Villa Massimo“
1987 McLellan Galleries, Glasgow, „Zeitgenössische Kunst aus Nürnberg“
1987 Haus der Kunst, München, „Grosse Münchner Kunstausstellung“
1987 Hofgartensaal der Residenz, Kempten, „Junge Kunst 87″
1987 Institut für Ästhetische Grenzbereiche, Nürnberg, „4 Positionen“
1986 Galerie APEX, Göttingen, „Standpunkt“