FPO 2024

Das Studium für das Didaktikfach Kunst ist für das Lehramt an Grund- und Mittelschule modularisiert aufgebaut. Die FPO 2024 gilt für alle Studierende mit Studienbeginn ab Wintersemester 2024/25.

Wir empfehlen, den Stundenplan entsprechend der Studienverlaufsplanung des jeweiligen Studiengangs zu gestalten (siehe Grafik).



Basis I

Das Modul Basis I für das Didaktikfach sollte im dritten und vierten Semester eingeplant werden. Belegen Sie zunächst das Seminar „Grundlagen des Gestaltens in Fläche und Raum“. In diesem Seminar erwerben Sie wichtige gestalterische Grundlagen für Ihr Studium. Gleichzeitig dient es Ihnen zur Orientierung, ob das Didaktikfach Kunst zu Ihnen passt. Sie lernen sowohl flächige als auch räumliche Gestaltungsformen kennen.

Auf dieser Grundlage können Sie anschließend entscheiden, in welchem Bereich Sie sich weiter in der Kunstpraxis auseinandersetzen möchten. In diesem gewählten Schwerpunkt legen Sie in der Regel auch Ihre praktische Prüfung im Staatsexamen ab.

Folgende Seminare können im Didaktikfach Kunst im Studienbereich Kunstpraxis Fläche gewählt werden:

Grundlegende Verfahren des malerischen Gestaltens. Erprobt werden unterschiedliche Möglichkeiten des Farbauftrags, der Farbmischung und der Entwicklung differenzierter Farbklänge. Im Zentrum stehen Farbkontraste und -harmonien, Hell-Dunkel, Licht und Räumlichkeit, malerische Faktur sowie die Komposition von Farbflächen und Formen. Einen Schwerpunkt bildet das malerische Naturstudium mit der differenzierten Wahrnehmung und Darstellung von Farbe, Licht, Form und Räumlichkeit. Die erarbeiteten Grundlagen werden abschließend in einer eigenständigen malerischen Transferaufgabe angewendet.

Grundlegende Verfahren des zeichnerischen Gestaltens. Erprobt werden unterschiedliche Zeichenmittel, Linienqualitäten und Möglichkeiten der Flächen- und Formgestaltung. Im Zentrum stehen Proportion, Hell-Dunkel, Plastizität, Raumdarstellung, Perspektive sowie die Komposition von Bildelementen. Einen Schwerpunkt bildet das zeichnerische Naturstudium als Grundlage für die differenzierte Wahrnehmung und Darstellung von Form, Proportion, Oberfläche und Räumlichkeit. Die erarbeiteten Grundlagen werden abschließend in einer eigenständigen zeichnerischen Transferaufgabe angewendet.

Grundlegende Verfahren des druckgrafischen Gestaltens mit einem Schwerpunkt auf einfachen Hoch- und Tiefdruckverfahren. Im Bereich des Hochdrucks werden beispielsweise Linolschnitt und einfache Druckformen aus Pappe bzw. Karton erprobt; im Tiefdruck stehen einfache Formen der Kaltnadelradierung, etwa auf Astralon oder Tetrapak, im Mittelpunkt. Erarbeitet werden die spezifischen Möglichkeiten von Linie, Fläche, Positiv- und Negativform, Hell-Dunkel, Wiederholung und Variation sowie der material- und verfahrensgerechte Umgang mit Druckstock, Druckpresse und Druckprozess. Die erarbeiteten Grundlagen werden abschließend in einer eigenständigen druckgrafischen Transferaufgabe angewendet.

Im Studienbereich Kunstpraxis Raum stehen folgende Seminare zur Auswahl:

Grundlegende Verfahren des plastischen Gestaltens mit Ton. Erprobt werden additive Verfahren der Formgebung und des Aufbaus sowie unterschiedliche Möglichkeiten der Oberflächengestaltung. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die Gestaltung plastischer Körper und Objekte, auch im Sinne von Produktgestaltung, sowie das plastische Naturstudium. Im Zentrum stehen Formfindung und Komposition, Proportion, Volumen, Oberfläche sowie Körper-Raum-Beziehungen. Die erarbeiteten Grundlagen werden abschließend in einer eigenständigen Transferaufgabe angewendet.

Grundlegende Verfahren des räumlichen Gestaltens mit textilen Materialien. Erprobt werden unterschiedliche Möglichkeiten des Formens, Verbindens und Konstruierens sowie der materialgerechte Umgang mit textilen Werkstoffen und Werkzeugen. Im Zentrum stehen Formfindung und Komposition, insbesondere Proportion, Rhythmus, Struktur und Textur sowie Körper-Raum-Beziehungen. Die erarbeiteten Grundlagen werden abschließend in einer eigenständigen Transferaufgabe angewendet.

Grundlegende Verfahren des räumlichen Gestaltens mit Papier und Pappe. Erprobt werden sowohl konstruktive Verfahren des Schneidens, Rillens, Falzens, Verbindens und Bauens als auch plastische Verfahren mit Papierpulpe. Im Zentrum stehen die Entwicklung räumlicher Kompositionen durch Staffelung, Verdichtung und Zwischenräume, das Verhältnis von offenen und geschlossenen Raumzonen sowie die Wirkung von Licht und Schatten. Weitere Schwerpunkte bilden der materialgerechte und präzise Einsatz unterschiedlicher Papiertechniken, stabile Konstruktionen sowie die Entwicklung überzeugender Relief- und Raumwirkungen. Die erarbeiteten Grundlagen werden abschließend in einer eigenständigen Transferaufgabe angewendet.

Das Seminar „Gestalten im Schulalltag“ können Sie parallel zu den beiden anderen Seminaren besuchen. Es muss jedoch abgeschlossen sein, bevor Sie sich zur Modulprüfung Basis I anmelden können.

Noch Fragen offen?

Bei spezifischen Fragen zu den Seminarinhalten wenden Sie sich an die jeweiligen Dozierenden (s. Vorlesungsverzeichnis auf StudOn).


Basis II

Das Modul Basis II sollte zwischen dem ersten und vierten Semester eingeplant werden. Es bietet als drei Vorlesungen grundlegende Informationen zur Kunstpädagogik und Kunstgeschichte.

Der Besuch der drei Grundlagenvorlesungen ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Modulabschluss. Wir empfehlen dringend, die Vorlesungen regelmäßig zu besuchen, da dort wichtige Inhalte sowie Hinweise für die Auseinandersetzung mit den Themen vermittelt werden.

Bitte beachten Sie, dass die Modulprüfung ausschließlich im Sommersemester angeboten wird.


Basis III

Das Modul Basis III ist nur im Studienfach Kunst als Didaktikfach an Mittelschulen zu belegen und bietet Grundlagen der Werkpraxis. Wir empfehlen das Modul möglichst in der Mitte des Studiums zu absolvieren.

Modulhandbuch

Bei der Erstellung Ihres Stundenplans hilft Ihnen das Modulhandbuch. Dort sehen Sie, welche Veranstaltungen Sie in den einzelnen Modulen belegen müssen.

Außerdem finden Sie im Modulhandbuch wichtige Informationen zu den jeweiligen Modulen, zum Beispiel zu den verantwortlichen Dozierenden, zu Prüfungsleistungen und zu empfohlener Literatur.

Das Modulhandbuch wird für jedes Semester aktualisiert und gilt jeweils für das aktuelle Semester.

  • Belegen Sie zuerst das Seminar „Grundlagen des Gestaltens in Fläche und Raum“. Dieses Seminar sollten Sie absolvieren, bevor Sie ein weiteres Seminar aus dem Bereich Kunstpraxis Fläche oder Raum wählen. Im Grundlagen-Seminar lernen Sie beide Bereiche kennen. Anschließend können Sie entscheiden, welchen Schwerpunkt Sie vertiefen möchten. Diesen Bereich sollten Sie auch für Ihre praktische Prüfung im Staatsexamen wählen.
  • Im Didaktikfach Kunst ist es ratsam, im gewählten Schwerpunkt ein weiteres Seminar zur Vorbereitung auf die praktische Prüfung im Staatsexamen zu belegen. Im Lehramt für Grundschulen steht ein entsprechendes Modul (73937 Kunstpraxis I) im Freien Bereich zur Verfügung.
  • Die beiden Module Basis I und Basis II sollten Sie bestenfalls vor dem fünften Semester abschließen.
  • Das zusätzliche studienbegleitende fachdidaktische Praktikum im Didaktikfach Kunst für das Lehramt an Mittelschulen setzt das erfolgreiche Ablegen des Moduls Basis II voraus.
  • Rechnen Sie bei Ihrer Stundenplangestaltung neben den Seminaren auch Zeit für das Selbststudium im Rahmen der Modulprüfungen mit ein. Den Workload für das Präsenz- und Selbststudium entnehmen Sie aus dem Modulhandbuch.