Im Rahmen der künstlerischen Studienreise nach Montepulciano im Sommersemester 2024 (Dozierende: Prof. Dr. Nicole Berner und Dr. Alexander Schneider) öffneten Studierende ihr Atelier für eine Grundschulklasse und gewährten Einblicke in ihre aktuellen Arbeitsprozesse. Ziel war es, künstlerisches Arbeiten nicht nur zu zeigen, sondern im direkten Austausch erfahrbar zu machen.
Für den Besuch gestalteten die Studierenden kleine Vermittlungskonzepte zu ihren künstlerischen Prozessen. Skizzen, Materialproben, Zwischenstände und fertige Arbeiten wurden so arrangiert, dass Entstehungsprozesse nachvollziehbar wurden. Die Kinder wurden aktiv durch die Ateliers geführt, konnten Fragen stellen, Materialien erkunden und mit den Studierenden über Ideen, Entscheidungen und Herausforderungen ins Gespräch kommen. In anschaulichen Gestaltungsaufgaben konnten die Schülerinnen und Schüler dann auch selbst aktiv werden.
Der Atelierbesuch war dabei bewusst dialogisch angelegt: Die Studierenden erklärten nicht nur ihre Vorgehensweisen, sondern bezogen die Kinder in Wahrnehmungs- und Denkprozesse ein. So wurde deutlich, dass künstlerisches Arbeiten ein offener Prozess ist, der vom Ausprobieren, Verwerfen und Weiterentwickeln lebt.
Das Format ermöglichte eine unmittelbare Begegnung mit künstlerischer Praxis. Für die Studierenden bedeutete es, die eigene Arbeit zu reflektieren und adressatengerecht zu vermitteln; für die Kinder eröffnete sich ein lebendiger Zugang zu Kunst als experimentellem und persönlichem Gestaltungsraum.
