Bildresonanz

Bilder umgeben uns überall – in sozialen Medien, im öffentlichen Raum, in Kunst, Werbung und Alltag. Sowohl in digitalen als auch in analogen Bildkulturen führt ihre ständige Präsenz dazu, dass wir sie oft nur flüchtig wahrnehmen. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit Bildern, die eigene Gedanken, Gefühle und Deutungen anregt, wird dadurch seltener. Doch genau hier setzt ästhetische Bildung an: Wie kann im Kunstunterricht eine echte Resonanz zwischen Betrachter*innen und Bild entstehen?

Im Zentrum dieses Thementeils von Kunst + Unterricht steht der Begriff Bildresonanz – verstanden als eine Wechselbeziehung zwischen äußeren Bildimpulsen und der inneren Vorstellungswelt der Lernenden. Die Beiträge zeigen praxisnah, wie Lehrkräfte Bilder so einsetzen können, dass daraus persönliche Reaktionen, Deutungen und Gestaltungen entstehen.
Rezeption (das Betrachten) und Produktion (das Gestalten) treten dabei in einen produktiven Dialog und bereichern sich gegenseitig.

Thematisiert werden unter anderem folgende Fragen:

  • Wie kann ein differenzielles Sehen gefördert werden – also ein Sehen, das Vielfalt und Ambivalenz zulässt?
  • Welche Bedeutung haben Unbestimmtheit und Mehrdeutigkeit im Umgang mit Bildern?
  • Und wie lassen sich Resonanzräume schaffen, in denen unterschiedliche Sichtweisen nebeneinander bestehen dürfen?

Neben erprobten Unterrichtsbeispielen enthält die Ausgabe auch bildungstheoretische Beiträge, die Resonanz, Wahrnehmung und Bildpraxis aus kunstpädagogischer Perspektive beleuchten.
Zwei umfangreiche Materialteile ergänzen das Heft mit Werkbeispielen, methodischen Anregungen und Impulsen für die eigene Unterrichtspraxis.

Gastherausgeber dieses Themenhefts: Dr. Alexander Schneider