Das Publikum wird Teil der Show. Studierende gestalten den Aktionstag zur Ausstellung „The Best Show Ever“ an der Kunsthalle Nürnberg

(c) Gabler&Kroth (2026)

Am Aktionstag in der Kunsthalle Nürnberg Ende Januar 2026 gestalteten Studierende des Master Kunstpädagogik der FAU Erlangen-Nürnberg im Rahmen des Seminars „Kunstpädagogische Positionen“ (Dozentin: Prof. Dr. Nicole Berner) ein vielfältiges Vermittlungsprogramm zur Ausstellung „The Best Show Ever“. Die Ausstellung versammelte internationale künstlerische Positionen, die sich mit Humor und kritischem Blick dem heutigen Kunstbetrieb und dem Eventcharakter von Ausstellungen widmen. Sie bot damit einen anregenden Rahmen, um mit zeitgenössischer Kunst aktiv in den Dialog zu kommen.

In unterschiedlichen Mitmach-Formaten luden die Studierenden Kinder und Erwachsene dazu ein, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern selbst tätig zu werden: Cornelia Reinecke entwickelte ausgehend von Daniela Friebels Triptychon II. III. ein Angebot, bei dem Teilnehmer*innen eigene Bildausschnitte fotografierten, kreativ bearbeiteten und zu einer gemeinsamen Collage zusammenfügten. So entstand ein kollektives Werk, das die Vielfalt individueller Wahrnehmung sichtbar machte. Maike Kroth und Lilo Sophie Gabler stellten das bewusste Sehen in den Mittelpunkt. Mithilfe von Betrachtungshilfen nach Wolfgang Stehle konnten Besucher*innen ein Werk gemeinsam erkunden und ihren eigenen Blick schärfen. Elisabeth Hofmann und Manuela Bernecker luden vor Arbeiten von David Shrigley dazu ein, unvollständige Zeichnungen spontan mit Texten oder Skizzen zu ergänzen – eine spielerische und humorvolle Annäherung an seine prägnante Bildsprache. Lydia Nölscher nahm den roten Teppich von Maik und Dirk Löbbert zum Anlass, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen und neue Perspektiven auf Kunst und Gesellschaft zu eröffnen. In den hinteren Ausstellungsräumen führten Anna Röll und Alexander Straub mit ihrer Vermittlung zu Philipp Goldbachs Dancefloor in Fragen von Erinnerung und Dokumentation ein und regten dazu an, über die Beständigkeit von Bildern und Daten nachzudenken.

Der Aktionstag verband den Ausstellungsbesuch mit eigenem Gestalten und machte deutlich, wie lebendig und dialogisch Kunstvermittlung im Museum sein kann. Für die Studierenden wie für das Publikum entstand ein offener Raum für Austausch, Reflexion und nachhaltige Erfahrungen.

Wir danken dem Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum und der Kunsthalle Nürnberg für diese wertvolle Möglichkeit!